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Nichtraucher Blog
28 Nov

Allen Carrs Kampf gegen das Rauchen lebt weiter

Allen Carrs Kampf gegen das Rauchen lebt weiter - Erster Todestag des Bestsellerautors (”Endlich Nichtraucher!”) am 29.11. 2007

Allen Carrs Kampf gegen das Rauchen lebt weiter. Erster Todestag des Bestsellerautors (”Endlich Nichtraucher!”) am 29.11.2007. Foto: Allen Carr Deutschland /Easywell GmbH

Vor einem Jahr starb am 29.11. mit Allen Carr (1934-2006) der wohl bekannteste Nichtraucher aller Zeiten. Carr wurde in der Presse oft auch als “Nichtraucher-Papst” oder “Nichtraucher-Guru” bezeichnet. Sein Selbsthilfe-Buch “Endlich Nichtraucher!” war über Jahre hinweg ununterbrochen in den Bestsellerlisten zu finden und wurde allein in Deutschland bislang mehr als zwei Millionen Mal verkauft.

Auch nach seinem Tod ist Allen Carrs Ziel, möglichst vielen Rauchern dabei zu helfen, dauerhaft von den Zigaretten loszukommen, aktueller denn je. Sein Vermächtnis lebt nicht zuletzt in den Nichtraucher-Seminaren auf der Basis seiner Easyway-Methode weiter. Allein in Deutschland finden jedes Jahr über 1.000 dieser Seminare mit etwa 13.000 Teilnehmern statt - Tendenz steigend. Aktuellen, unabhängigen Studien zufolge bleibt mehr als die Hälfte der Teilnehmer anschließend dauerhaft Nichtraucher. Die Methode zählt damit zu den am besten belegten und wirkungsvollsten Maßnahmen zur Rauchentwöhnung. Viele Krankenkassen bezuschussen die Kurse, die regelmäßig an rund 30 Standorten in Deutschland und immer häufiger auch in Unternehmen durchgeführt werden.

“Allen Carr, der selbst jahrzehntelang starker Raucher war, erkrankte am Ende seines Lebens an Lungenkrebs”, sagt Erich Kellermann, Geschäftsführer von Easywell/Allen Carr Deutschland, dem offiziellen Lizenznehmer. “Er war in seinen Seminaren permanent dem Qualm der Teilnehmer ausgesetzt, die dort nach Belieben rauchen durften. Diesen Preis hat er aber, wie er vor seinem Tod selbst einmal sagte, gerne gezahlt, um vielen anderen Rauchern dabei zu helfen, gesünder zu leben. Wir sind stolz und froh, dieses Werk weiterführen zu dürfen und Menschen dabei zu unterstützen, mit dem Rauchen aufzuhören. Jeder Teilnehmer, der eines unserer Seminare als Nichtraucher verlässt, ist eine Bestätigung für Allen Carrs Methode.”

Allen Carr wurde 1934 in London geboren. Er arbeitete zunächst als Steuerberater und hatte bereits im Alter von 16 Jahren mit dem Rauchen begonnen. Nach mehreren Versuchen, aufzuhören, entwickelte er die unter seinem Namen bekannt gewordene Easyway-Methode. Im Mittelpunkt steht dabei, den Raucher nicht mit den schädlichen Auswirkungen des Rauchens zu konfrontieren, die ohnehin bekannt sind, sondern bei den angeblichen “Vorteilen” anzusetzen und diese zu demaskieren.

05 Nov

Rauchverbot - Gastwirte fuerchten um Existenz

Weniger Umsatz weil Raucher wegbleiben - Hamburger Gastwirte fürchten um ihre Existenz wegen des Rauchverbotes und wollen das Rauchverbot kippen.

Sehen Sie hier ein Video aus der Zeit, wo die Gastwirte aus Hamburg Ihre Meinung zum Rauchverbot äußern:

Video - Hamburger Gastwirte zum Rauchverbot

Was sagen Sie zum Rauchverbot in Kneipen?

29 Oct

Rauchverbot beim Oktoberfest 2008

Der CSU-Abgeordnete Stockinger wollte den Schutz für Nichtraucher lockern. Das ging nach hinten los: Ausnahmegenehmigungen gibt es nun nicht mal für Festzelte.

Zigaretten, Zigarillos und Zigarren - Rauchutensilien samt untergeordnetem Schnupftabak gehören zum Oktoberfest eigentlich wie Maßkrüge, Hendln und Dirndln. Spätabends, wenn sich der Geruch der genüsslich gezutzelten Zigarren mit der Musik mischt und sanfte Schwaden über den Menschen liegen, ist die Wiesn ein Ort des fröhlichen Lasters. “Es wird was fehlen”, sagt Sepp Krätz, Sprecher der Wiesn-Wirte. Denn im Herbst 2008 wird das bisher Undenkbare eintreten: In keinem Zelt darf geraucht werden.
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28 Oct

Rauchverbot in Gaststaetten und am Arbeitsplatz

“Tabakrauch birgt gesundheitliche Risiken. Aber der große Teil der Grundlagen politischer Entscheidungen für ein Rauchverbot in Gaststätten kann hinterfragt werden!”

Diese Auffassung vertrat Romano Grieshaber, Präventionsleiter der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN) und Professor für angewandte Prävention an der Universität Jena anlässlich des Symposiums “Tabakrauch am Arbeitsplatz” am 23. und 24. Oktober in Mannheim. Viele der angewandten statistischen Methoden, und damit die ermittelten Daten, seien zumindest diskussionswürdig.

Vor nationalen und internationalen Fachleuten bezog sich Grieshaber dabei sowohl auf die Zahl von 3.300 jährlichen Toten durch Passivrauch (ETS) in Deutschland wie auch auf Aussagen, nach denen von Passivrauch größere Gesundheitsgefahren ausgingen als von Dieselruß. Grieshaber führte aus, genaueres Hinsehen zeige, dass bei den so oft zitierten 3.300 Toten zwei Drittel der untersuchten Fälle älter als 85 Jahre waren. Da sei es recht schwierig, allein Passivrauch als Todesursache anzunehmen.

In Deutschland gebe es im Vergleich zu anderen Beschäftigten keine Hinweise auf ein erhöhtes Gesundheitsrisiko im Gaststättenbereich: nicht bei Lungenkarzinomen, nicht bei ischämischen Herzkrankheiten und auch nicht bei chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen. In Irland seien die Todesfälle durch Herzerkrankungen bereits vor dem Rauchverbot rückläufig gewesen. Messungen, nachdem Dieselruß weniger gefährlich sein solle als der Rauch von Zigaretten hätten sich als unhaltbar erwiesen, weil mit falschen Messgeräten gearbeitet wurde. Kuriose Aspekte und offene Fragen, die offenbar niemand bisher bemerkt oder diskutiert habe.

Ähnliche Todeszahlen bei Depressionen und Passivrauch

“Bei Erforschung der Kausalitätsfragen müssen wir uns der vielfältigen variablen Rahmenbedingungen annehmen”, so Grieshaber. Co-Faktoren, die als Vermittler oder als solche mit gleicher Wirkung in eine Erkrankung eingriffen, müssten beachtet werden und für die Analyse bekannt sein. So finde man bei Depressionen ähnliche Sterberaten wie als Folge aktiven Zigarettenkonsums. Grieshaber wies im Hinblick auf die Beschäftigten in der Gastronomie auf die besonderen sozioökologischen Rahmenbedingungen hin, wie sie allgemein in der erwerbstätigen Bevölkerung nicht zu finden seien. Deutliche Unterschiede zu den Gruppen der Normalbevölkerung seien beispielsweise die Altersverteilung, die Vielfalt der vertretenen Nationalitäten, gastronomiespezifische Berufsbildungs- und Tätigkeitsvorgeschichten, Schulbildung und die Besonderheiten wie Samstags-, Sonntags-, Nacht- und Schichtarbeit. Wie aus einer im Rahmen des Symposiums vorgestellten Untersuchung des Umweltbundesamtes hervorgehe, seien diese sozioökologisch herausgearbeiteten Gruppen sehr starke Raucher und damit auch mit den bisher schwerpunktmäßig angebotenen Anti-Raucherprogramm nicht anzugehen. Vielmehr werde in Kinder- und Jugendarztkreisen diskutiert, dass ein Verbot das Rauchen aus dem beruflichen Umfeld auch in das private verlagere, mit dem Ergebnis einer Höherbelastung der Kinder durch Passivrauch.

26 Oct

Berufskrank durch Passivrauchen?

Der Gesetzgeber fordert im Berufskrankheitenrecht die klare Verursachung der Krankheit durch die berufliche Tätigkeit. Beim Passivrauch lassen sich aber private und berufliche Ursachen nicht trennen! Jeder, ob Raucher oder nicht, wird  fast überall mit Passivrauch konfrontiert.”

Diese Feststellung traf Dr. Hans-Jürgen Bischoff, Geschäftsführer bei der Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten (BGN), anlässlich eines Pressegesprächs “Berufskrank durch Passivrauch” am 24. Oktober in Mannheim. Viele Erkrankungen, die jetzt im Zusammenhang mit Passivrauch diskutiert würden, müssten nach Meinung der Fachleute auch unter dem Aspekt “Volkskrankheit” gesehen werden. In Europa anerkenne Dänemark unter engsten Voraussetzungen Formen des Lungenkarzinoms als Berufskrankheit in Folge der Passivrauch-Exposition. Betroffene dürften dort nie geraucht haben, müssten am Arbeitsplatz langjährig massiv, privat aber nur begrenzt Passivrauch ausgesetzt gewesen sein.

Risikovalidierung notwendig

Bischoff nannte wichtige Voraussetzungen, nach denen eine Krankheit als Berufskrankheit anerkannt werden kann: Sie müsse nach Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaften durch besondere Einwirkungen verursacht werden, denen bestimmte Personengruppen durch ihre versicherte Tätigkeit in erheblich höherem Grad als die übrige Bevölkerung ausgesetzt seien. Für das deutsche Gastgewerbe lägen bislang keine validen Daten hinsichtlich höherer Risiken vor. Einige Vorträge des Symposiums “Tabakrauch am Arbeitsplatz” am 23. und 24. Oktober in Mannheim hätten aber neue Anhaltspunkte gezeigt, denen die BGN nachgehe.

Wenn sachlich und objektiv über die Anerkennung von Berufskrankheiten durch Passivrauchen nachgedacht würde, dann müssten, nach entsprechender Risikovalidierung, für eine risikoangemessene Lösung bei multifaktoriell verursachten Erkrankungen der Atemwege auf jeden Fall folgende Bedingungen erfüllt sein:

1. Langjährige, intensive und regelmäßige Exposition gegenüber Passivrauch am Arbeitsplatz
2. keine oder nur geringfügige konkurrierende Ursachen durch aktives Rauchen und durch Passivrauchexposition im
   Privatbereich.

Verordnungsgeber gefordert

Der Verordnungsgeber könnte dies durch Angaben über Art, Dauer und Ausmaß der Einwirkungen für die betreffende Berufskrankheit regeln. Von Seiten der BGN sei man zur Unterstützung der betreffenden sozialpolitischen Gremien bereit, stehe auch mit diesen in Kontakt und wolle das Know-how der BGN im Interesse der betroffenen Versicherten und Unternehmen in eine weitere, sachliche Diskussion einbringen. [Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten]

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